Themen Steuerberatung

Neues vom Baukindergeld

Es wird nachgebessert, sowohl im Guten als auch im Schlechten

Noch nicht ein Jahr alt und schon wurden die Förderbedingungen für das Baukindergeld überarbeitet. Doch wem bringen die neuen Bedingungen etwas und für wen wird es schwieriger?

Was ist das Ziel des Baukindergelds?

Mit dem Baukindergeld will der Staat Familien mit Kindern den Erwerb von Immobilien erleichtern. Im besten Fall gibt es für jedes Kind über den Zeitraum von 10 Jahren insgesamt 12.000 EUR Zuschuss. Doch es gelten strenge Voraussetzungen hinsichtlich des maximalen Einkommens: Begünstigt sind nur die, deren zu versteuerndes jährliches Haushaltseinkommen 90.000 EUR bei einem Kind zuzüglich 15.000 EUR für jedes weitere Kind nicht übersteigt.

Was ist neu?

Seit dem 17. Mai 2019 gelten neue Förderbedingungen für das Baukindergeld (im Detail kann das Programm auf der Homepage der KfW unter „4242 Zuschuss“ nachgelesen werden).

Positiv ist die Verlängerung der Antragsfrist

Bisher musste der Antrag auf Baukindergeld spätestens 3 Monate nach Einzug in das selbstgenutzte Wohneigentum gestellt werden. Nun wurde die Antragsfrist auf 6 Monate verdoppelt. Dies dürfte dem nicht unerheblichen Umfang der Antragsunterlagen und auch der Tatsache geschuldet sein, dass bei einem Umzug bürokratische Erfordernisse schnell mal übersehen oder vernachlässigt werden.

Und was hat sich verschlechtert?

Basierend auf den ersten Erfahrungen seit Einführung des Baukindergelds haben die Behörden verschiedene Konstellationen identifiziert, die aus ihrer Sicht zu einer nicht dem ursprünglichen Zweck entsprechenden bzw. missbräuchlichen Auszahlung von Baukindergeld geführt haben. Mit den neuen Vorgaben versucht man nun diese auszuschließen.


Nicht (mehr) gefördert werden:

  • Ferien- oder Wochenendhäuser sowie Ferienwohnungen
  • die Übertragung von Wohneigentum im Wege der (vorweggenommenen) Erbfolge, testamentarischen Verfügung oder Schenkung
  • der Erwerb oder die Eigentumsübertragung zwischen Ehegatten, Lebenspartnern oder Partnern einer sonstigen auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft
  • der Erwerb oder die Eigentumsübertragung zwischen Verwandten eines Haushaltsmitgliedes in gerader Linie (zum Beispiel: Kinder, Eltern, Großeltern, Urgroßeltern)

Fazit

Die Verlängerung der Antragsfrist auf 6 Monate ist zu begrüßen. Die Einschränkung der geförderten Erwerbe kann nachvollzogen werden, auch wenn für die eine oder andere Familie eine Härte darstellen wird, dass der Immobilienerwerb innerhalb der Familie nicht mehr förderfähig ist – insbesondere wenn die Mittel in die Gesamtfinanzierung einkalkuliert waren.

Ihr Ansprechpartner

Michael Brenner

Steuerberater

E-Mail: michael.brenner@falk-co.de

Tel: +49 6221 399 0


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