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Neues zur Überbrückungshilfe – Verlängerung von Förderzeitraum und Fristen

Seit Anfang Oktober kann die Überbrückungshilfe III Plus auch für die Monate Oktober bis Dezember 2021 beantragt werden. Die Antragsfrist wurde auf den 31.12.2021 verlängert. Bis spätestens 30.06.2022 hat eine Schlussabrechnung zu erfolgen.

Überbrückungshilfe III Plus

Mitte September wurde die Überbrückungshilfe III Plus, die ursprünglich die Monate Juni bis September 2021 umfasste, bis zum Jahresende verlängert. Da es sich nicht um ein neues Programm, sondern um eine Verlängerung der bestehenden Überbrückungshilfe III Plus handelt, ist ein zusammenfassender Antrag für die Monate Juli bis Dezember 2021 zu stellen. In diesem Zusammenhang wurde die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe III Plus bis zum 31.12.2021 verlängert.


Unternehmen, die einen coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 % in einem Monat des zweiten Halbjahres 2021 nachweisen können, haben somit bis 31.12.2021 Zeit, einen Antrag auf Überbrückungshilfe III Plus zu stellen.


Unternehmen, die bereits einen Antrag auf Überbrückungshilfe III Plus für die Monate Juli bis September gestellt haben und weitere Hilfen für das letzte Quartal beantragen möchten, haben einen Änderungsantrag zu stellen. Voraussetzung für die Stellung des Änderungsantrags ist ein Bewilligungsbescheid für den ursprünglich beantragten Förderzeitraum.

Die Abschlagszahlungen betragen auch für den verlängerten Zeitraum bis zu 100.000 EUR pro Monat.


Die Schlussabrechnung

Für alle Überbrückungshilfe-Programme, einschließlich der November- und Dezemberhilfe, ist eine Schlussabrechnung bis 30.06.2022 verpflichtend. Eine vorzeitige Schlussabrechnung nach Auslaufen der Programme ist grundsätzlich möglich. Die Umsetzung in den jeweiligen Antragstools steht aber noch aus.

Die Schlussabrechnung ist über den prüfenden Dritten zu stellen. Eventuell zu viel erhaltene Leistungen sind vom Antragsteller zurückzuzahlen.

Praxishinweis

Der 30.06.2022 ist auch das derzeit vorgesehene Fristende für die Abgabe der Steuererklärung 2020. Gleichzeitig müssen Mandanten und prüfende Dritte sich mit den verschiedenen Schlussabrechnungen befassen. Damit es nicht am Ende zu bösen Überraschungen kommt, sollten die Daten für die Schlussabrechnung frühzeitig zusammengestellt werden.

Für alle Programme gilt: Stellt der Antragsteller dem prüfenden Dritten keine Daten zur Verfügung, informiert der prüfende Dritte die Bewilligungsstelle. Wird keine Schlussabrechnung vorgelegt, ist die Corona-Hilfe in voller Höhe zurückzuzahlen.

Fazit

Anträge auf Überbrückungshilfe III Plus sind noch bis zum 31.12.2021 möglich, vorausgesetzt, es liegt ein coronabedingter Umsatzrückgang von mehr als 30% vor. Nach der Antragstellung ist vor der Schlussabrechnung; die Aufbereitung der Angaben für die Schlussabrechnung sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Cornelia Linde

Wirtschaftsprüferin Steuerberaterin

E-Mail:
cornelia.linde@falk-co.de


Dr. Jan Voßmerbäumer

Steuerberater

E-Mail:
jan.vossmerbaeumer@falk-co.de


Robert Wiemeyer

Steuerberater

E-Mail:
robert.wiemeyer@falk-co.de


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